Zur Natur, die in Langenhagen erlebt werden kann, gehören neben den eindrucksvollen und abwechslungsreichen Landschaften des GRÜNEN BANDES einladende Parkanlagen, die das Stadtgebiet auflockern und attraktive Möglichkeiten der Naherholung bieten.
Der älteste Park liegt im Zentrum von Langenhagen zwischen Walsroder und Theodor-Heuss-Straße. Teil des dreieinhalb Hektar großen Geländes ist der Eichenpark mit seinem beeindruckenden alten Baumbestand. Gemeinsam mit den noch vorhandenen Klinikgebäuden der damaligen Landes-Heil-und Pflegeanstalt, die zwischen 1862 und 1902 erbaut wurden, stellt der Park ein großflächiges kulturelles Denkmal dar. Erbaut wurde die Anstalt auf den Ländereien von 6 Gütern und Bauernhöfen, die sich - typisch für ein Hufendorf wie Langenhagen - in schmalen Streifen (Hufen) erstreckten. Die Niederrader Allee aus Bergahornen und die Stadtparkallee aus Eichen und Linden markieren noch die alten Parzellengrenzen. Im alten Gutshaus der Familie von Rohden ist heute das Stadtarchiv untergebracht. Zur früheren Anstalt gehörte auch ein landwirtschaftlicher Betrieb. Zur Selbstversorgung und zur Beschäftigung der geistig Kranken unterhielt man Obstwiesen, Garten- und Weideland sowie Schweine-, Kuh- und Pferdeställe. Teilweise sind diese Strukturen im heutigen Stadtpark noch erkennbar. Attraktive Spielmöglichkeiten für alle Generationen erhöhen seine Attraktivität.
Zwischen 1983 und 1986 entstand auf einem Areal feuchter Wiesenflächen der Brinker Park. In die 16 Hektar große Parkanlage wurde einerseits wertvoller Bestand an alten Erlen- und Weidenbäumen und andererseits im östlichen Teil des Parks Elemente bäuerlichen Kulturlandschaft integriert. Entstanden ist ein attraktives Naherholungsgebiet mit zeitgemäßen Spielmöglichkeiten für Kinder.
Im Herbst 2000 wurde auf der Langenhagener Seite mit dem Bau des Wietzeparks begonnen. Mit finanzieller Unterstützung der Region Hannover wurden wegbegleitende Alleen, Reitwege sowie umfangreiche Pflanzungen angelegt, der Bereich an der Wietze wurde naturnah gestaltet, es entstand ein See und ein markanter Erdkeil bietet gute Übersicht. Die Gemeinde Isernhagen schloß sich der Landschaftspark-Idee an. 2004 begannen die Baumaßnahmen. 2005 konnte auch dieser Parkteil eröffnet werden. Die Parkflächen beiderseits der Wietze werden durch zwei Brücken verbunden. Diese jüngste Parkanlage Langenhagens bietet eine breite Palette von Erholungsmöglichkeiten für Jung und Alt.
Nicht nur dort kann man schwimmen, denn Langenhagen besitzt zwei attraktive Badeseen im Grünen.
Entstanden ist der Badesee bei Erdarbeiten zum Bau der Reichsautobahn, der heutigen BAB A2, in den Jahren 1934 bis 1935. Während des Zweiten Weltkrieges herrschte auf dem Fliegerhorst in Langenhagen-Evershorst reger Verkehr. Ständig überflogen Flugzeuge den See und ließen ihn im Sonnenschein silbrig glänzen. Daher tauften ihn die Langenhagener damals Silbersee . Der Name blieb. In den 60er Jahre wurde das Seegelände zu einer Badeanstalt mit Freizeitanlagen und einem flachem Kinderstrand ausgebaut und 1968 eingeweiht. An warmen Sommertagen ist der Badesee noch immer ein beliebter Erholungsort. Auch wenn es richtig voll wird, findet man auf dem weitläufigen Gelände noch einen ruhigen Platz.
Der Waldsee ist Langenhagens zweitgrößter Badesee. In den Jahren 1968/1969 wurde der See ausgebaggert, um hier eine Badeanstalt zu errichten. 1991 hat man den Kinderstrand mit Spielgeräten ausgestattet und 2002 wurde eine blaue Badeinsel mitten auf dem See installiert. Der Waldsee ist Dank seiner überschaubaren Größe, der Überwachung durch die DLRG und seiner idyllischen Lage ein besonders für Familien mit kleineren Kindern geeignetes Ausflugsziel.